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Mietwagen

Muss Ihr Fahrzeug nach einem unverschuldeten Unfalls in die Werkstätte, haben Sie für die Zeit der Reparatur grundsätzlich Anspruch auf einen Leihwagen. Dies gilt auch für die notwendige Zeit der Wiederbeschaffung eines anderen Fahrzeuges z.B. bei einem Totalschaden oder bereits unmittelbar nach dem Unfall, wenn Ihr Fahrzeug nicht mehr fahrbereit und verkehrssicher ist.

Die Zeit der Reparatur bzw. einer möglichen Wiederbeschaffung stellt der Sachverständige in seinem Gutachten fest bzw. hängt von der tatsächlichen erforderlichen Zeit bis zum Abschluss der Reparatur oder Ersatzbeschaffung ab. Sie ist im Einzelfall entsprechend nachzuweisen.

Der Anspruch des Geschädigten bezieht sich auf Ersatz der Kosten für die Anmietung eines seinem verunfallten Fahrzeuges gleichwertigen Ersatzwagens. Jedoch kann hier ein geringer Teil an Ersatzkosten abgezogen werden, wenn sich eine Eigenersparnis wegen der Nichtnutzung des eigenen Fahrzeuges ergibt. Diese Eigenersparnis wird von der Rechtsprechung meist unter 5 % angesetzt. Die Fahrzeuge sind für die Vermietung und Rechnungsstellung nach Gruppen eingeteilt.

Die Frage, ob der höhere Unfallersatztarif anstelle des Normaltarifes ersatzpflichtig ist, beschäftigte in der Vergangenheit die Gerichte bis zum BGH, Nach dem aktuellen Stand kommt es darauf an, ob ein Unfallgeschädigter in seiner Lage und mit seinen Erkenntnismöglichkeiten angemessen ist. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn der Unfall, der zur Beschädigung des eigenen Fahrzeuges führte, auf einer Urlaubsreise passierte und schnell ein Ersatzwagen benötigt wurde.

Kann der Reparaturtermin längerfristig geplant werden oder kommt es zu einer sehr langen Anmietzeit, verlangt die Rechtsprechung häufig, dass ein günstigerer Tarif gewählt wird. Zur Vermeidung eines Kostenrisikos wird im Zweifelsfall Rücksprache mit dem Vermieter und individuelle Beratung durch einen Verkehrsanwalt empfohlen.